Buchrezension #5: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert – von Joel Dicker

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Wieso hab ich’s gekauft?

Irgendwann bin ich in einer Buchempfehlung über den Kriminalroman Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert, ein mit Preisen ausgezeichneter internationalen Bestseller, gestolpert. Danach hatte ich das Buch von Joel Dicker zwar auf meiner Orell Füssli App Wunschliste gespeichert, aber nie gekauft. Ende 2018, nachdem ich ein paar Sachbücher und Ratgeber gelesen hatte, musste dann wieder ein spannender Roman her und endlich (zum Glück!) habe ich dieses Buch gekauft.

Worum geht’s?

In diesem Kriminalroman wird die Geschichte um den Tod der jungen Nola aufgeklärt, deren Leiche nach 33 Jahren im Garten des berühmten Schrifstellers Harry Quebert gefunden wird. Protagonist der Geschichte ist Marcus Goldman, ein ehemaliger Schüler und Freund von Harry. Marcus steckt nach seinem ersten erfolgreichen Roman gerade in einer Schreibblockade fest und beginnt nach der schrecklichen Entdeckung auf eigene Faust für seinen Freund zu ermitteln. Dabei freundet er sich mit dem örtlichen Polizisten Perry Gahalowood and und lässt bei seinen Ermittlungen die Geschichte um das Verschwinden der damals 16-jährigen Nola in dem Städtchen Aurora wieder aufleben – was nicht allen zu gefallen scheint…

Die Geschichte wird dabei aus der Perspektive des jungen Schriftstellers Marcus erzählt und der Kriminalfall ist quasi ein Buch im Buch, da Marcus ein Buch über den Fall Harry Quebert schreibt. So ist das Buch in drei Teile aufgeteilt, die vor, während und nach dem Schreiben von Marcus‘ Buch spielen. Dabei sind die Kapitel umgekehrt chronologisch gelistet, also man startet mit Kapitel 31 und endet mit Kapitel 1. Zudem beginnt jedes Kapitel mit einer Einleitungsseite, die jeweils einen kurzen Ausschnitt aus einem früheren Gespräch zwischen Harry und Marcus über die Herausforderungen im Leben und beim Schreiben eines Romans enthält. Obwohl dies anfangs etwas zusammenhangslos erscheint, ergibt diese „Einleitung“ nach Lesen des Kapitels meist Sinn ;-).

Wie hat’s mir gefallen?

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die ersten paar Seiten fand ich zwar etwas zäh, doch sobald es mit dem eigentlichen Fall losging, konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Es erwarten einem viele unerwartete Wendungen und Spannung bis zum Schluss!

Mein Lieblingszitat?

Der Schreibstil von Joel Dicker gefällt mir sehr gut, allerdings war ich beim Lesen mehr auf die Auflösung des Falls und die spannenden Wendungen fokussiert als auf schöne Textstellen als solches. Gut gefallen hat mir aber nachfolgende Stelle im Nachwort, da ich in diesem Moment genau dieses Gefühl hatte (S. 720, im Nachwort):

„… Ein gutes Buch, Marcus, ist ein Buch, bei dem man bedauert, dass man es ausgelesen hat.“

Joel Dicker, Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert, S. 720

Erinnert mich an…

Da ich wenig Kriminalromane lese, habe ich nicht so viele Vergleichsbeispiele. Mir hat der Roman aber ähnlich gut gefallen wie Montecristo von Martin Suter. Auch dieser kurze Roman beginnt ganz anders, entwickelt sich dann aber zu einem Kriminalfall indem ein Journalist als „Ermittler“ agiert und auch hier gibt es einige unvorhersehbare Wendungen.

Fazit

Sehr empfehlenswertes Buch! Wer gerne komplexe Kriminalromane und Geschichten in der Geschichte mag, dem wird Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert sehr gut gefallen. Und wer lieber kurze Romane liest, der sollte sich hier wirklich nicht vom Umfang des Buches abschrecken lassen. Der Roman von Joel Dicker ist so spannend, dass ihr sehr schnell mit lesen vorankommt!


Buchdetails

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert | Joel Dicker
Verlag: Piper | Seiten: 736
Das Taschenbuch könnt ihr beispielsweise auf orellfüssli zum Preis von Fr. 17.90 erwerben. Die gebundene Ausgabe erhaltet ihr dort für Fr. 37.90.


Wie hat Euch dieser Kriminalroman gefallen? Hatte jemand schon eine Vorahnung wer der Täter sein würde? Schaut euch für mehr Buchempfehlungen gerne auch meine anderen Buchrezensionen an.

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