Wie du wirkungsvolle Affirmationen erstellst

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Was sind Affirmationen überhaupt?

Affirmationen sind kurze Sätze die du dir regelmässig aufsagen und so fördernde, positive Gedanken trainieren kannst. Bei Affirmationen handelt es sich deshalb um positiv gefärbte Aussagen, durch deren stete Wiederholung du deine negativen Gedanken und Glaubenssätze verdrängen kannst. Du schaffst also einerseits ein positives Mindset und unterstützt dich dadurch gleichzeitig bei der Erfüllung deiner Ziele und Visionen.

Wie funktionieren Affirmationen?

Um dir zu erklären wie Affirmationen funktionieren, möchte ich auf das Self Coaching Model von Brooke Castillo eingehen. Sie beschreibt, dass unsere Gedanken unsere Gefühle erschaffen, unsere Gefühle wiederum unsere Handlungen erschaffen und unsere Handlungen schliesslich unsere Resultate erzeugen.

Our thoughts create our feelings, our feelings create our actions, and our actions create our results
– Brooke Castillo

Wenn du dich schon länger mit Persönlichkeitsentwicklung auseinandersetzt, sollte dir dieses Konzept bekannt vorkommen. Denn im Grunde gehen alle Lehren in diesem Bereich davon aus, dass wir mit unseren Gedanken unsere Realität steuern können. Und genau so funktionieren auch Affirmationen: Wir denken an die positiven Formulierungen und wiederholen sie, prägen uns die Gedanken also ein. Diese Gedanken werden dann zu (positiven) Gefühlen, was wiederum unbewusst unsere Handlungen steuert (wir fühlen uns gut und entscheiden uns dann, etwas zu tun, dass dieses Gefühl weiter anfeuert und uns unserem Ziel näher bringt) und schlussendlich unsere Realität erschafft.

Auf vielen sozialen Plattformen wie Pinterest oder Instagram findest du solche motivierenden Zitate und Affirmationen. Als Inspiration kannst du dir auch die von mir erstellten grafischen Affirmationen herunterladen und etwa als Bildschirmhintergrund auf deinem Handy nutzen.

Sinnvoll ist allerdings, wenn du für deine Visionen, Ziele und Glaubenssätze eigene Affirmationen erstellst. Wenn du etwas mit deinen eigenen Worten sagst, kannst du dir die Affirmation besser merken und es fühlt sich für dich womöglich auch authentischer an. Was du beim Erstellen von Affirmationen beachten musst, erfährst du in den folgenden Abschnitten.

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So erstellst du deine persönlichen, wirkungsvollen Affirmationen

1. Mach eine Liste deiner bestehenden Glaubenssätze

Der erste und wichtigste Schritt. Oft haben wir tiefe negative Glaubenssätze über uns oder über das Leben an sich, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Am besten ist also, wenn du durch verschiedene Bereiche wie Familie, Partnerschaft, Beruf, Geld, deine Fähigkeiten, Gesellschaft etc. durchgehst. Stelle dir dabei Fragen um herauszufinden, was du über ein bestimmtes Thema denkst. Frag dich zum Beispiel, was für dich Erfolg heisst. Welches sind deine Stärken und vor allem, was denkst du, was deine Schwächen sind? Was denkst du über Geld? und so weiter. Am besten, du machst dies schriftlich und nimmst dir genügend Zeit dafür.

2. Erkenne negative Glaubenssätze

Du bist nun die verschiedenen Lebensbereiche durchgegangen und hast dir jeweils deine Meinung dazu notiert. Analysiere jetzt genau, welche dieser Glaubenssätze negativ sind. Das kann einerseits ganz offensichtlich sein wie etwa der Satz „Ich bin nicht kreativ“. Oftmals sind unsere Glaubenssätze aber unbewusst eher negativ. So etwa wenn du dir sagst „Nur wer viel Geld verdient ist erfolgreich“. Das Erkennen deiner negativen Glaubenssätze ist ein sehr wichtiger Schritt. Denn dadurch wird dir auch klar, wieso du in einem Bereich womöglich innere Konflikte oder schlechte Gefühle hast.

3. Formuliere Affirmationen in Ich-Form und in einfachen, prägnanten Sätzen

Sehr wirkungsvoll sind Affirmationen über dich und deine Fähigkeiten wenn du sie in Ich-Form formulierst. Achte also darauf, dass du Formulierungen mit „Ich bin…“, „Ich kann…“, „Ich fühle…“ und so weiter beginnst. Wenn du einen allgemeinen Glaubenssatz verändern willst, so kannst du diesen natürlich entsprechend anpassen. Wichtig ist aber in beiden Fällen, dass du nicht zu komplizierte Sätze kreierst. Du willst dir diese Affirmationen schliesslich auswendig aufsagen und oft wiederholen können. Kurze, einfache Sätze und prägnante Formulierungen sind deshalb zentral.

4. Formuliere in der Gegenwart

Du möchtest deinem Unterbewusstsein klar machen, dass das was du dir vorsagst bereits so ist. Formulierungen wie „Ich werde erfolgreich und selbstbewusst sein…“ gehen zwar in die richtige Richtung. Allerdings verdeutlichst du deinem Unterbewusstsein damit, dass diese Dinge in der Zukunft liegen – für immer. Aber wir wollen diese Gefühle und Dinge ja jetzt! Das heisst, du solltest deine Affirmationen im Präsens formulieren. Also: „Ich bin erfolgreich und selbstbewusst“. Wenn du noch nicht direkt daran glaubst, so hört und fühlt sich dies womöglich erstmal komisch an. Aber bei Affirmationen gilt ja: Übung macht den Meister, oder auf Neudeutsch „fake it `til you make it“. Mit der Gegenwarts-Formulierung tricksen wir praktisch unser Gehirn aus.

5. Formuliere neutral / positiv

Womöglich fällt es dir anfangs schwer, von deinen negativen Glaubenssätzen über dich loszulassen und diese in positive zu verwandeln. Wer z.B. Probleme mit seinem Körper hat kann diesen nicht auf einmal als wunderschön wahrnehmen. Doch dafür hat Brooke Castillo vom The Life Coach School Podcast (einer meiner absoluten Lieblings-Podcasts!) einen super Tipp: Wenn es dir schwerfällt, die positiven Affirmationen wirklich zu glauben, so bau dir einen Zwischenschritt ein. So empfiehlt Brooke Castillo etwa in Bezug auf ein negatives Körperbild erst einmal den völlig neutralen Glaubenssatz „Ich habe einen Körper“ zu üben – bis du ihn glaubst. Sobald dir das nicht mehr schwerfällt kannst du nun positive Glaubenssätze für dein Körperbild definieren.

6. Vermeide die Wörter kein / nicht / nur / weniger

Beim Formulieren von Affirmationen wird dieser Fehler oft begangen. Man will zum Beispiel mit dem Rauchen aufhören und sagt sich dann den Satz „Ich rauche nicht mehr“ auf. Allerdings fällt es unserem Gehirn schwer, die Wörter kein/nicht/nur etc. einzuordnen und so kann diese Affirmation ihre Wirkung verfehlen. Denn was dein Unterbewusstsein raushört ist: „Ich rauche…“. Stattdessen sollte man sich sagen „Ich bin Nicht-Raucher“. Oder statt „Ich zweifle nicht mehr an mir“ solltest du besser „Ich glaube und vertraue in mich“ sagen. Dies sind zwar kleine und feine Unterschiede, doch sie entscheiden, wie wirkungsvoll deine Affirmationen und schlussendlich dein positives Mindset ist.

7. Wiederholen, wiederholen, wiederholen

Hast du deine Affirmationen formuliert, so geht es nun ans üben, üben, üben! Versuche, deine Affirmationen auswendig zu lernen und sie regelmässig (wenn möglich) laut oder im Kopf aufzusagen. Du kannst es dir zur Gewohnheit machen, deine Sätze morgens oder abends im Bett nochmals durchzugehen. Hilfreich finde ich auch, die Formulierungen schriftlich in ein Journal, Tagebuch oder einfach in deinen Handynotizen festzuhalten und sie regelmässig zu schreiben und zu lesen. Sei kreativ! Vielleicht formulierst du dir auch ein Passwort so, dass es dich immer an deine Affirmationen erinnert oder du nutzt schön gestaltete Grafiken mit Affirmationen als Hintergrundbilder für dein Handy oder deinen Laptop.


Versuchst du auch, mit Affirmationen an deinen Glaubenssätzen zu arbeiten und dich für neue Aufgaben und Ziele zu motivieren? Hast du weitere Tipps oder Tricks für das Formulieren von Affirmationen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

Alles liebe, Corinne

 

 

 

 

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